2. Juni 2019
Kuala Lumpur 🌆
Unser vorletztes Ziel der Reise stand nun bevor. Vor der Megacity Singapur planten wir nämlich noch den Besuch der Hauptstadt Malaysia's, Kuala Lumpur, ein. Nach der Ankunft an unserem Hostel, was glücklicherweise genau neben einem indischen Restaurant lag und trotz des Spottpreises von 4,30€ pro Person pro Nacht ein dortiges Frühstück inklusive bietete, machten wir uns auf zu den Petronas Twin-Towers, die das wahrscheinlich einprägsamste Motiv der hiesigen Skyline sind. Das Erreichen der Türme war überraschend einfach, denn man konnte die 2km Entfernung fast komplett in einer Unterführung zurück legen, die unter den Straßen der Stadt hindurchführte.
Die Unterführung führte direkt zu einer riesigen Mall, wo wir natürlich erstmal den neusten Scheiß der Technikwelt ausprobierten. Mit Zugriff auf Slider-Phones, High-End-Kopfhörer und Kameras verging die Zeit wie im Flug und es geriet fast in Vergessenheit, dass dort über uns ja noch die eigentliche Attraktion auf uns wartete.
Wir verließen die Mall und drehten uns um - da standen sie, die höchsten Twin-Towers der Welt. Verbunden durch eine Brücke auf etwa halber Höhe, beeindruckten die Zwillingstürme uns sehr, so etwas hatten wir noch nie gesehen.

Der Abend wurde mit einem Abendessen beim Inder direkt vorm Hostel beendet, was hier keine Seltenheit werden sollte.
Am nächsten Tag ging es nach dem indischen Frühstück direkt los zum Central Market, wo wir auf einige Marktstände trafen, die wir so vorher nicht gesehen hatten. Der Hinduismus und der Islam haben einen großen Einfluss auf die Waren, die man hier sieht. So sah man einige Stände, die zum Beispiel Kopftücher oder Gebetsteppiche verkauften. Ein Straßenmarkt, den wir danach fanden, war sogar nur zur Ausstattung von Muslimen gedacht, von der Hidschab bis zur Takka war hier alles zu finden.
Die Nachmittagshitze wurde mal wieder im Hostel überbrückt. Hier wurden wir spontan gefragt ob wir Lust hätten, eine Runde Bowlen zu gehen. Da wir keinen festen Plan für den restlichen Tag hatten, willigten wir kurzerhand ein und zogen mit einer kleinen Gruppe von Hostelgästen, darunter auch einige Deutsche, zum Berjaya Times Square, wo sich neben einigen Einkaufsläden und einem Indoor-Freizeitpark inklusive Achterbahn auch die Bowlingbahn befand.
Nach anfänglichen Schwächen belegten wir am Ende doch souverän die ersten beiden Plätze in unserer Vierer-Gruppe und gewannen das Match gegen die gegnerische Gruppe.
Dieser Erfolg musste natürlich gefeiert werden und so besuchten wir abends eine Skybar, wo wir bei einem 6€-teuren Cocktail den Blick auf die Twin-Towers bei Nacht genossen.


In der Nähe der Stadt befinden sich die sogenannten Batu-Höhlen, die wir am nächsten Morgen mit zwei weiteren Deutschen besuchten, die wir beim Bowlen kennen gelernt hatten. Nach einem kurzen Treppengang vorbei an einer riesigen Statue eines hinduistischen Gottes und einigen Affen, die sich von den Touristen ein Gratis-Frühstück erhofften, kamen wir in einer Höhle an, die gefüllt war mit bunten Schreinen. Eine weitere Treppe führte zu einer Lichtung, die einen ebenso bunten Tempel und einige interassente Felsformationen und Stalagtiten beherbergte.


Zurück am Hostel wurden natürlich erstmal wieder die Kassen unseres indischen Stamm-Restaurants gefüllt. Danach ging es zu einem weiteren Markt, in der Hoffnung, das ein oder andere Schnäppchen zu machen. Das Ergebnis: zwei schicke, günstige Rucksäcke für unser anstehendes Studium.
Nach dieser kurzen Shopping-Tour, merkten wir, dass es eigentlich schon wieder Zeit für das Abendessen ist und so wurde das nächste Restaurant aufgesucht. Dort fanden wir nicht nur indisches Essen, sondern auch einen weiteren Deutschen, mit dem wir unsere Erfahrungen austauschten und uns ein paar Tipps für unser letztes Ziel geben ließen. Beim Bezahlen des Abendessens wurde unser Vorrat an malaysischem Bargeld bis auf den letzten Cent aufgebraucht - kein Problem, denn morgen geht es schon nach Singapur!