Südostasien 2019

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30. Mai 2019

Penang & Georgetown 🕌🏙️

Abends erreichten wir, nach einer unspektakulären Busfahrt, Georgetown in Malaysia. Wir waren beide ziemlich müde von der Reise, beschlossen aber dennoch ein wenig die nähere Umgebung des Hostels zu erkunden. Auf dieser ziellosen Wanderung fanden wir eine Garküche, welche das authentischste indische Essen servierte, welches wir je gegessen hatten. Da hatte es sich doch glatt gelohnt noch einmal los zu ziehen. Trotz dieses Fundes beschlossen wir es früh gut sein zu lassen und fielen erschöpft ins Bett.

Um 8:15 Uhr schritten wir am nächsten Morgen aus dem Hostel, voller Tatendrang, die Stadt zu erkunden. Georgetown gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Es ist eine sehr alte und unglaubliche schöne Stadt. Dementsprechend verbrachten wir den Morgen damit, durch die Straßen planlos hindurch zu schlendern und uns von den vielen Fassaden und Wandmalereien beeindrucken zu lassen.

Dabei bemerkten wir, dass Malaysia noch viele neue Einflüsse hat, welche wir vorher auf unserer Reise so nicht gesehen hatten. Dazu gehört das indische Essen und auch generell die indische Kultur, aber auch der Islam als dominante Religion. Das fiel immer wieder auf, wenn die Gebetsrufe durch die Straßen schallten und sorgte für ein sehr orientalisches und ungewohntes Ambiente.

An diesem ersten Tag erkundeten wir sehr ausgiebig die Stadt. Von chinesischen Clan-Jettys, zu einem Upside-Down-Museum bis hin zu Little India.

Uns fiel immer wieder auf, wie anders Malaysia doch im Vergleich zu den anderen südasiatischen Ländern ist. Trotz modern erscheinenden Städten und vergleichsweise starker Währung, ist Malaysia ein sehr billiges Land zum Reisen (Vor allem, wenn man sich an lokale Garküchen hält, bei denen Mittagessen unter 2€ nichts besonderes ist).

Abends wollten wir uns einen Ausblick über die Stadt von einer Bar im 59. Stock verschaffen, wurden allerdings bei dem Versuch dorthin zu gelangen mal wieder daran erinnert, dass wir in Asien sind und hier nicht immer alles so läuft, wie man es erwartet:

Wir machten uns also auf in die Richtung der Sky-Bar. Am Fuße des Hochhauses erwartete uns ein Einkaufszentrum. Die Türen standen auf, das Licht war an obwohl alle Geschäfte geschlossen waren und die Rolltreppen standen. Wir dachten uns nichts dabei und stolzierten einfach einmal in das Gebäude hinein. Dieses entpuppte sich schnell als ein Irrgarten, da die Top-Bar schlecht bis gar nicht ausgeschildert war. Wir irrten von einem Stockwerk ins andere bis wir schließlich einen Aufzug fanden. Die erhoffte Rettung fuhr allerdings nur bis in den 5. Stock. Als die Türen des Aufzugs sich dort öffneten, erblickten wir einen leeren dunklen Gang, welcher direkt aus einem Horror Film stammen könnte. Naja, wir beschlossen, es aufzugeben und am nächsten Tag etwas früher noch einmal zu probieren.

Da die Stadt am Vortag ausgiebig erkundet wurde, stand für den zweiten Tag eine kleine Wanderung auf den sogenannten "Penang Hill" auf dem Programm. An seinem Fuße angekommen, sparten wir uns die Bahnfahrt auf den Gipfel und machten uns zu Fuß an den Aufstieg. Allerdings geht der Weg auf den knapp 850m hohen Berg sehr steil bergauf und zu einem großen Teil über Treppen. Über 1500 Stufen später erreichten wir ziemlich verschwitzt und erschöpft die Spitze. Dort bot sich uns ein wahnsinniger Ausblick über die Insel.

Währenddessen zogen allerdings dunkle Wolken auf, welche als gute Ausrede dienten, um die Bahn für den Rückweg zu nehmen. 

Wir hatten uns einige Tipps eingeholt, bei welchen Straßenständen man welche Spezialitäten probiert haben muss. Die Aufgabe, uns durch alle Gerichte hindurch zu probieren, füllte unseren Nachmittag. Es wurden interessant schmeckende Süß-Sauer Suppen probiert, Kokos-Nudel-Bohnen-Nachtische, Nudelgerichte und die ein oder anderen traditionellen Süßspeisen aus China oder Indien. Nach zufriedenstellender Bauchfülle machten wir uns an einen zweiten Versuch, auf die Top-Bar zu kommen. 

Diesmal schafften wir es sogar bis zum Ticketschalter, allerdings waren uns die Tickets zu teuer. Die Bar (unser eigentliches Ziel) schien nur durch eine Reservierung erreichbar zu sein und schien uns etwas zu exklusiv für unsere Verhältnisse. Also doch kein Überblick vom 59. Stock. Vor lauter Frust beschlossen wir uns den Indischen Curry's komplett hinzugeben.

Am nächsten Morgen ging es dann schon weiter zu unserem vorletzten Stopp der Reise: Kuala Lumpur.

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