Südostasien 2019

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24. Mai 2019

Irgendwo mitten im DSCHUNGEL 🐍🐒🎋

Die Busfahrt in Richtung Khao Sok Nationalpark wurde gut genutzt zum Schlafen. Kaum angekommen wurde etwas gegessen und dann sofort wieder schlafen gelegt um bereit zu sein für den nächsten Plan: eine Nacht irgendwo mitten im Dschungel verbringen! Wir hatten uns bereits einige Tage im Voraus mit dem Hostel in Verbindung gesetzt, über welches wir eine 2-Tage-1-Nacht-Tour buchten. Wir hatten absolut keine Vorstellung davon was uns erwarten könnte, alles was wir wussten war, dass wir eine lange Hose und ein langärmliges Oberteil anziehen sollten. Diese wurden am Vortag mit Moskitospray Imprägniert und der Rucksack mit allem nötigen gepackt. Punkt 9:00 Uhr standen wir pünktlich und voller Vorfreude am Treffpunkt, dort erwartete uns auch unser Guide. Dieser war in kurzer Hose und Sport T-Shirt gekleidet, hatte einen großen Rucksack auf dem Rücken und eine Machete in der Hand. Es konnte losgehen!!

Nach einer holprigen Pick-up-Fahrt erreichten wir den Beginn unseres Abenteuers. Also marschierten wir los! Auf uns wartete eine 3-stündige Wanderung quer durch den dichten Dschungel. Der Pfad wurde nicht nur von dichtem Gestrüpp und hohen Bäumen gesäumt, sondern auch von riesigen Bambussträuchern. 

Unser Guide stoppte immer mal wieder, für uns aus unbegreiflichen Gründen, und deutete irgendwo in den Wald wo er mal wieder ein Tier gehört hat. Wir konnten viele Affen und auch ein paar Mini-Chamäleons bestaunen.

Natürlich ist keine Dschungel-Tour perfekt ohne Spinnen, Schlangen und andere Insekten.

Schließlich erreichten wir eine passende Lichtung, auf der wir unser Camp aufschlugen.

Eine Hängematte hier, eine dort und schon war unser Schlafgemach bereitet.

Doch an Schlaf dachten wir natürlich noch lange nicht und so wurde erstmal unsere Küche eingerichtet.

Unser Guide beschloss daraufhin seine Schuhe auszuziehen und den Rest des Tages Barfuß zu verbringen. Doch das hinderte ihn keineswegs daran durch das Gestrüpp des Dschungels zu laufen!

Schnell wurden ein paar Bambusrohre geschlagen und daraus mit viel Geschick ein Tisch gebaut. Wir waren jetzt schon verblüfft, wie praktisch Bambus ist, doch dann schien unser Guide gar nicht mehr aufzuhören, neue Gegenstände zu bauen. Unser Bambus-Arsenal erweiterte sich um Bambus-Becher, Bambus-Löffel, Bambus-Teller, Bambus-Messer, Bambusrohre zum Kochen, Bambus-Kerzenständer und eine Bambus-Angel. Bambus stellte sich als echte Allzweckwaffe hier im Dschungel heraus. Nachdem unsere Küche also eingerichtet war, wurde erstmal Kaffee gekocht. Dazu füllten wir ein Bambusrohr mit Wasser aus dem benachbarten Bach und stellten es ans Lagerfeuer bis es kochte. In die Bambus-Becher kam ein Päckchen Instant-Kaffeepulver, darauf das heiße Wasser und fertig war er.

Jetzt ging es an die Vorbereitungen für das abendliche Dschungel-Barbecue.

Auf ein paar großen Blättern wurde Gemüse geschnippelt, die Currysoße in einer Plastiktüte zubereitet und gewürzt und das ganze dann zusammen mit Hähnchenstreifen in ein weiteres Bambusrohr gegeben. Als zweite Variation wurde ein Bambusrohr mit Sojasoße und Gemüse gefüllt. Dazu wurden Hähnchenfilets an einem Bambusstiel befestigt und Reis in Blätter eingewickelt und ebenfalls in ein Bambusrohr gelassen. All dies köchelte und grillte nun am Lagerfeuer vor sich hin.

Während des Wartens versuchten wir uns im Fischen. Wir benutzten ein Stück rohes Hühnchen als Köder.

Trotz viel Geduld hatten wir leider keinen Erfolg. Doch das sollte uns nicht daran hindern, uns an einem wunderbaren Mahl zu ergötzen!

Nach dem wahnsinnig leckeren Essen spülten wir unser Bambus-Besteck mit Wasser und Sand, räumten unser Camp etwas auf und warteten dann, mit einem heißen Tee bestückt, auf das Hereinbrechen der Dunkelheit.

Gegen 9:00 Uhr machten wir uns auf den Weg für eine "Night-Safari". Also ging es im Stockdunklen, nur mit einer Stirnlampe bewaffnet, an den schmalen Trampelpfaden entlang quer durch den Dschungel. Leider war es uns durch die Dunkelheit nicht Möglich Fotos zu machen. Mal wieder standen Spinnen und viele andere Insekten auf dem Programm. Allerdings auch ein Tier, welches aussah, wie ein Mini-Reh. Dieses schien nicht mal all zu scheu und beobachtete uns ähnlich interessiert wie wir es. Das zweite Highlight der Nachtwanderung war eine riesige Kröte. Diese war bestimmt knapp 30cm lang - Was für ein Wummer!

Da wir das Camp allerdings nicht sehr lange alleine lassen konnten, ging es relativ schnell wieder zurück.

Dort legten wir uns dann auch schon in die Hängematten und lauschten noch einige Zeit den Geräuschen des Waldes.

Morgens, geweckt durch den frühen Sonnenschein, wurde sich im Fluss gewaschen und dann, bei einem Kaffee, an den Frühstückstisch gesetzt.

Schnell war das Camp wieder zusammengeräumt und dann hieß es auch schon aufbrechen. Wieder eine mehrstündige Wanderung zurück zum Startpunkt. Nach ca. der halben Strecke, verdiente sich der Regenwald seinen Namen und überraschte uns mit einem heftigen Regenschauer, welcher uns bis auf die Knochen durchnässte. Naja wenigstens erst auf dem Rückweg.

Erschöpft angekommen im Hostel, wurde sich etwas frisch gemacht und eine fette Portion Essen bestellt, um dann auf unseren Bus nach Krabi-Stadt zu warten.

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