22. Mai 2019
Koh phangan 🏝️🌕🌌
Nach 10 Stunden Busfahrt, 3 Stunden Wartezeit und 5 Stunden Fährfahrt kamen wir natürlich top fit und ausgeschlafen um 7 Uhr morgens auf Koh Phangan an. Schnell wurde ein Taxi gefunden und auf 2€ pro Person für die Fahrt zum Hostel heruntergehandelt - ziemlich teuer für 7km im Vergleich zu den gewohnten Preisen, aber immernoch besser als Laufen.
Angekommen in unserem Strandhaus mit Meerblick legten wir uns erstmal ins kühle Zimmer und ruhten uns aus. Abends planten wir, uns einfach in eine Bar zu setzen und was zu trinken. Doch dieser Plan scheint wohl zu optimistisch gewesen zu sein, denn in der Umgebung waren schon alle Restaurants geschlossen, ebenso die hoteleigene Bar, sonstige Bars gab es nicht. Etwas schlecht gelaunt setzten wir uns in einen lokales Restaurant und nahmen ein (günstiges) Abendessen zu uns. Danach ging es dann wieder zur Unterkunft.
Den nächsten Tag verbrachten wir in Hängematten auf der Veranda der Unterkunft mit Meerblick. Die schlechten Erfahrungen des letzten Abends führten uns zu der Entscheidung, den heutigen Abend in der Inselstadt "Haad Rin" zu verbringen. Mit den hohen Taxikosten im Kopf, kam uns die Idee, einfach mal den Daumen am Straßenrand auszustrecken. Gesagt getan. Etwa eine Sekunde später hielt ein Pick-up für uns an und wir durften auf der Ladefläche mitfahren. Somit stellten wir ein weiteres Mal unser Können als Sparfüchse unter Beweis ... oder auch nicht, denn das eingesparte Budget wurde kurz darauf in ein Upgrade unseres Abendessens gesteckt: Pizza. Diese ist hier im Vergleich zu sonstigen Gerichten nämlich ziemlich teuer (ca. 5-8€). Die Pizza konnte zwar nicht mit dem aus Deutschland gewohnten Niveau mithalten, war aber mal eine angenehme Abwechslung zu Nudeln und Reis.
Nach dem Essen schlenderten wir an den Bars des "Haad Rin"-Strands entlang. Hier sollte 2 Tage später das Vollmondfest stattfinden, doch davon später mehr. Auf Sitzsäcken genossen wir hier den nächtlichen Meerblick bei Musik und einem kühlen Getränk. Danach machten wir uns auf den Heimweg. Die große Frage: Taxi, laufen oder wieder per Anhalter fahren?
Wir entschieden uns, einfach mal loszulaufen in der Hoffnung, dass irgendwann jemand bereit ist uns mitzunehmen. Nachdem wir 2/3 der Strecke gelaufen waren, kamen wir nicht weiter. Ein Hund am Straßenrand wollte uns nicht passieren lassen, zumindest war dies seinem Gebelle und Geknurre zu entnehmen. Wir standen vor einem echten Dilemma: Taxi nehmen und Geld bezahlen oder auf Risiko gehen und mit einem Stock bewaffnet am Hund vorbeischleichen? Da wir beide keine besondere Lust auf Tollwut hatten, entschieden wir uns dazu, aufs nächste Taxi zu warten. Nach einigen Minuten erwischten wir eins für 1,50€ pro Person. Ein harter Schlag für unser Tagesbudget allerdings könnt ihr euch dafür weiterhin auf Blogeinträge von uns freuen.
In den nächsten beiden Tagen liehen wir uns einen Roller und erkundeten die Insel mitsamt ihrer traumhaften Strände mit türkisem Wasser, weißem Sand und grünen Palmen.


Wie bis jetzt eigentlich immer auf unserer Reise, hatten wir Glück mit dem Wetter. Der gemeldete Regen blieb aus, dafür strahlender Sonnenschein und nur vereinzelt Wolken - besser hätte es kaum sein können.


Wie schon vorher erwähnt fand an unserem letzten Tag auf der Insel eine der monatlichen Full-Moon-Partys statt, eine der verrücktesten Strandparties der Welt, so heißt es zumindest im Internet. Bei der Planung hatten wir dies zwar nicht berücksichtigt, doch das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und so versuchten wir unseren Aufenthalt um einen Tag zu verlängern. Leider war für diesen Tag nichts mehr unter 18€ pro Person zu haben, was uns natürlich zu teuer war. Nach ein wenig grübeln kamen wir dann auf eine geniale Idee:
Da die Full-Moon-Party in der Regel mindestens bis zum Sonnenaufgang geht, brauchten wir so gesehen garkeine Unterkunft. Die Fähre zum nächsten Ziel, dem Khao Sok Nationalpark, würden wir dann morgens um 7 Uhr nehmen (hoffentlich). Das größte Problem dieses Plans: Wohin mit den Rucksäcken? Wir dachten uns einige Orte aus, an denen wir sie für kurze Zeit unterbringen könnten, darunter das Hostel, die Fährstation oder sogar ein Supermarkt. Das Problem bei allen: Wir haben keinerlei Absicherung und alles basiert auf vollem Vertrauen. Schließlich kamen wir zu dem Entschluss die Rucksäcke einfach am Straßenrand im Wald zu verstecken - risikoreich, aber wahrscheinlich die sicherste Option. Der Plan stand also. Abends ging es dann zur Umsetzung:
Wir nahmen ein Taxi zur Partystätte Haad Rin, gingen wieder ein Stück aus der Ortschaft raus und suchten eine Stelle im Wald am Straßenrand und möglichst außerhalb des Sichtfeldes der Straße. Wir fanden kurz darauf eine passende Stelle, packten dort unsere Rucksäcke in einen Beutel und versteckten sie sicher hinter einem Gebüsch. Es schien perfekt zu sein, doch dann sahen wir einen Rollerfahrer auf der Straße schnurstracks auf uns blicken. Er hatte alles gesehen, zumindest war das anzunehmen. Das Risiko war zu groß, also hieß es: Rückzug! Den Beutel wieder aus dem Gebüsch gezerrt, die Rucksäcke ausgepackt und dann standen wir da und überdachten den ganzen Plan nocheinmal. Der Rollerfahrer kam daraufhin noch einmal vorbeigefahren, wahrscheinlich in der Hoffnung, die Beute zu finden. Damit entschlossen wir uns dazu, diesen Plan zu verwerfen und zu Plan B überzugehen: Irgendwo nachfragen. Wir fragten in Resorts, Hostels, Supermärkten und sogar bei der örtlichen Polizeistation ob wir unsere Rucksäcke bei ihnen unterbringen könnten. Überall Fehlanzeige. Wir wussten schließlich keinen anderen Ausweg, als uns ein günstiges Bett in einem Hostel, etwa 7km entfernt zu buchen. Dort fuhren wir mit dem Taxi hin, stellten unsere Rucksäcke ab und aßen eine Kleinigkeit. Natürlich fing es nun auch noch an zu regnen. Etwas bedrückt warteten wir bis der Regen etwas nachgelassen hatte und fuhren mit dem Taxi wieder zurück nach Haad Rin, wo es am Strand schon zur Sache ging. Tausende von Menschen bemalt mit Neon-Farbe feierten hier bei Tanzmusik unter dem Schein des Vollmonds.

Schnell waren wir Teil der feiernden Menschenmenge und tanzten bis uns um 3 Uhr die Müdigkeit erfasste und wir uns auf den Heimweg machten. Dank des gebuchten Hostels konnten wir so noch zwei Stunden schlaf genießen bis es am nächsten Morgen früh weiter zum Khao Sok Nationalpark ging.