Südostasien 2019

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16. Mai 2019

Bangkok: Kapitel 1-4

Kapitel 1: Die Stadt

Als wir abends in Bangkok ankamen, hatten wir beide direkt den gleichen Gedanken: Blade Runner. Hochhaus neben Hochhaus, überall LEDs und hell leuchtende Werbeflächen, genau so stellten wir uns Bangkok vor. Die Verwirrung war relativ groß als uns das Taxi zum Hotel fuhr, da wir in einer Region landeten, die garnicht dem entsprach was wir vorher gesehen hatten. Keine Hochhäuser, keine Superlative.

Hatte das gebuchte Hotel wirklich eine so schlechte Lage?

Erleichterung kam nach einer Einführung in den Aufbau Bangkok's durch einen netten Herren an der Rezeption. Grob gesagt gibt es die Altstadt und den moderneren und neueren Rest der Stadt.

Unser Hotel lag in der Altstadt, weshalb wir hier nicht den typischen Großstadt-Vibe fanden.

Nach einem kurzen Abendessen und ein wenig Erkundung der benachbarten Straßen beendeten wir den Tag.

Kapitel 2: Tempel & die Tourist-Information-Mafia

Auf dem Plan für den ersten richtigen Tag stand: Altstadt erkunden und Sehenswürdigkeiten anschauen. Los ging es also und noch bevor wir die erste Sehenswürdigkeit erreichten sprach uns ein gelb gekleideter Mann an und gab uns ein paar Tipps, darunter der Tipp, dass wir bei der Tourist Information Busfahrten und Unterkünfte buchen sollten, da es dort am günstigsten sei. Nett aber verdächtig, da es uns hier eigentlich noch nie vorkam, dass uns ein Einheimischer auf der Straße ohne Nachfrage Tipps gab, ohne uns etwas verkaufen zu wollen.

Wir besuchten den Tempel Wat Pho, welcher unter anderem eine riesige Statue eines liegenden Buddha beherbergt.

Nachdem wir das Tempelgelände wieder verlassen hatten und auf der Straße in Richtung der nächsten Attraktion gingen, sprach uns ein weiterer Mann in gelber Kleidung an. Er erklärte uns wie und wann wir die restlichen Sehenswürdigkeiten am besten besichtigen sollten und handelte direkt mit einem TukTuk-Fahrer in der Nähe die gesamte Tour für 0,50€ aus. Ein unerklärlich niedriger Preis für solch eine weite Strecke, aber wir nahmen das Angebot einfach mal an. Wie versprochen fuhr der TukTuk-Fahrer die Strecke ab, bis er bei einer Tourist-Infortmation anhielt und uns hinein bat. Da wir sowieso einige Fragen hatten, spielten wir mit und stellten diese einer Mitarbeiterin. Wie sich herausstellte war sie allerdings nicht daran interessiert, unsere Fragen zu beantworten, sondern eher daran, uns Bustickets für die restliche Reise anzudrehen.

Etwas skeptisch verließen wir das Büro wieder und fuhren mit dem TukTuk weiter zum "Sitting Buddha":

Am Eingang des Tempels sprach uns ein Wärter an und fragte nach dem weiteren Plan unserer Reise um uns danach auch den Tipp zu geben, bei der Tourist-Information Hotels & co. zu buchen, da es hier günstiger sei.

Als wir mit der Besichtigung fertig waren, war unser TukTuk samt Fahrer unauffindbar. Verwirrt standen wir da und fragten uns wieso dieser die ganze Fahrt durchgezogen hatte ohne eine Bezahlung von uns zu bekommen.

Solangsam kamen wir der ganzen Sache auf die Spur...alles hing irgendwie mit der Tourist-Information zusammen. Den nächsten TukTuk-Fahrer hatten wir einfach von 2,50€ auf 0,50€ heruntergehandelt, mit der Bedingung, dass er uns bei einer Tourist-Infortmation absetzen durfte, uns aber dafür erklären musste was es damit auf sich hatte. Es stellte sich heraus, dass TukTuk-Fahrer kostenlos Sprit bekommen, wenn sie Touristen zur Tourist-Information bringen, wo Ihnen überteuerte Angebote gemacht werden und keine klaren Informationen gegeben werden. Falls ihr also auf eurer Reise genug Zeit (5-10min mehr) haben solltet und ein bisschen Geld sparen wollt, dann können wir euch empfehlen, das ganze System einfach zu euren Gunsten zu nutzen.

Weiter ging es bei uns mit einer Fährfahrt über den Fluss zum Tempel "Wat Arun", welchen man schon aus der Ferne sehen konnte:


Kapitel 3: Die teuren Ecken

Gegen Abend schlenderten wir durch die Stadt und durchquerten die Straßen von Chinatown. Hier sah man Essensstände soweit das Auge reicht. An einem Stand mit besonders langer Schlange schlugen wir zu.

Nach dem Essen beschlossen wir noch einen abstecher in eine Bar zu unternehmen. Solche fanden in einer kleinen, dunklen und etwas heruntergekommenen Straße. Das erste Schild führte uns zu einer "Cultural Bar". Es stellte sich heraus, dass der Schein der Straße trügte. Die Bar, ausgestattet mit traditioneller Thai-Musik, befand sich preislich weit über unserem Niveau. Das gleiche galt für die folgenden Bars. Die Verwunderung war groß, wie sich solche Bars in solch einem Viertel hielten. 

Auf dem Rückweg zum Hotel fanden wir zufällig den Streetfood-Stand der berühmten Sterneköchin Jay Fai, welche hier fleißig mit ihrem Wok über offener Flamme kochte.

Das Restaurant war komplett ausgebucht und die günstigsten Gerichte waren preislich über unserem Tagesbudget, trotzdem war es faszinierend, der Köchin mit der skurrilen Brille zuzuschauen.


Kapitel 4: Kulinarische Hochgenüsse

Bangkoks Umgebung hat einige sogenannte "Floating Markets" zu bieten. Wir entschieden uns den Khlong-Lad-Mayom-Markt zu besuchen, welcher nicht so weit entfernt liegt und nicht wie andere Märkte hauptsächlich an Touristen gerichtet ist. Nach einer kurzen Taxifahrt erreichten wir den Markt.

Vor uns eröffnete sich eine Welt voller exotischer Gerüche von noch exotischeren Gerichten. Neben den Muscheln drehten sich Schweine-Ribs über der Glut und gegenüber erreichte uns der Duft der frisch gebratenen Fische. Wir gingen an Obstständen vorbei und hin zu Garküchen wo Pad Thai zubereitet wird. Da soll man sich erstmal entscheiden! Die erste Wahl fiel auf ein Omlett garniert mt Shrimp und der einen oder anderen Muschel. Ein absolutes geschmackliches Highlight! Es folgte eine Art gebratener Dumpling, welcher mit seiner knusprig gebratenen Hülle und seiner pikant gewürzten Füllung überzeugte. Der Nachtisch stellte uns vor das nächste Problem. Die Auswahl lief über Obst zu frisch gebratenen Crepes zu Teigtaschen gefüllt mit den diversesten cremes bis hin zu kleinen Törtchen.

Wir konnten uns von dem Anblick der mit Obst bedeckten Törtchen nicht los reißen und entschlossen schließlich unser kulinarisches Abenteuer mit diesen zu beenden. Doch man kann nicht immer von Erfolg beschenkt werden. Denn die von uns als Törtchen eingestuften Süßstücke waren eigentlich eine sehr seltsam schmeckende Kokoscreme. Naja, es schmeckt halt nicht immer alles.

Mit gut gefüllten Bäuchen traten wir den Rückweg an um den Golden Mount zu besichtigen. Von hier aus hatten wir einen super Ausblick auf die Altstadt sowie den neuen Teil der Stadt, den es in den nächsten Tagen zu erkunden gilt.

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