Südostasien 2019

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8. Mai 2019

Phnom penh 🏙️

Angekommen in Kambodscha, stellten wir zuerst fest, dass dessen Währungssystem etwas Eingewöhnungszeit benötigt. Man zahlt hier sowohl mit US-Dollar als auch mit Kambodschianischer Riel, was dazu führt, dass man beim Bezahlen immer umrechnen muss. Es kommt nicht selten vor, dass man mit zehn 100-Riel-Scheinen einen Betrag von 0,25$ bezahlt.

Was uns außerdem direkt auffiel, waren die vielen Tuk-Tuks, die hier in den Straßen verkehren. Diese dienen als praktisches Verkehrsmittel sowohl für Einheimische, als auch für Touristen. Per App kann man sich ein solches bestellen und bezahlt für das ganze weniger, als für ein normales Taxi, was es zu einer günstigen Alternative macht. Gerade bei der Mittagshitze ersparten wir ins damit öfter mal den Fußweg.

Am Ankunftstag ergab sich das erste Problem nach dem Geldabheben: Der Automat drückte uns vier 100-Dollar-Scheine in die Hand, welche in den meisten Restaurants und Supermärkten nicht angenommen werden konnten.

Zum Glück hatten wir noch 9$ vom Budget für die Visen etc. übrig, sonst hätten wir uns wahrscheinlich mit knurrendem Magen ins Bett begeben müssen.

Der Versuch, eine Flasche Wasser für 0,60$ mit einem 100$-Schein zu bezahlen, glückte uns überraschenderweise am nächsten Morgen und somit war dieses Problem schonmal gelöst.

Beruhigt konnten wir also unsere erste Tour durch die Stadt starten. Das erste Ziel war das S21-Museum. Hier erfuhren wir einiges über die schrecklicke Geschichte von Kambodscha unter der Herrschaft der Roten Khmer. Über 1,7 Millionen Menschen fielen diesen bis 1979 zum Opfer. In der ehemaligen Gefängnis- und Folteranlage der Roten Khmer kann man sich Folterinstrumente, Gefängniszellen, Archivmaterial und Gemälde von Überlebenden ansehen.

Einige Geschichten gingen tief unter die Haut, weshalb wir uns nach dem Besuch erstmal wieder in unserer Zeit wiederfinden mussten.

Auch in Phnom Penh gibt es ein paar Märkte, welche wir danach besuchten. Abends fanden wir einen Food-Market, dessen Mitte mit Teppichen ausgedeckt war, auf denen wir in gemütlicher Atmosphäre "picknicken" konnten.

Den darauffolgenden Tag widmeten wir der Suche nach einem neuen täglichen Begleiter für Raphael. Nachdem sich der Akku seines alten Handys immer weiter aufgebläht hatte und sich nun scheinbar komplett vom Gehäuse befreien wollte, war es Zeit Abschied zu nehmen. Nicht einfach für Raphael, aber genau wie bei mir, war die Trauer nur von kurzer Dauer. Nach einigen Versuchen, eine positive Antwort auf die Frage "Do you have a smartphone for around 50$?" zu bekommen, wurde auf dem Markt ein gebrauchtes Smartphone zum genannten Preis gefunden. Damit hatten wir eine Handy-Ausfallrate von 100% und mussten nun beide die restliche Reisezeit mit 45€-Smartphones beschreiten.

Als wäre das noch nicht genug gewesen, musste Raphael am nächsten Tag auch noch aus medizinischen Gründen ins Krankenhaus, aber keine Sorge, es ist alles gut gegangen und außer einer kleinen Planänderung kann die Reise fortgesetzt werden. 

Während Raphael's Krankenhausaufenthalt habe ich mir diverse Sehenswürdigkeiten in Phnom Penh angeschaut. Hier ein paar Fotos:

Den nächsten Tag nutzten wir zum Ausruhen, das musste auch mal sein.

Morgens ging es dann los zur Bushaltestelle. Ein kurzer Stopp bei einer Bäckerei auf dem Weg um genug Proviant für die Fahrt zu haben, eingestiegen in einen Minivan, umgestiegen in einen anderen Minivan und schon konnte die sechsstündige Fahrt nach Siem Reap losgehen.

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