Jakobsweg 2019

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2. April 2019

Tag 1 - Anreise

Wir sind dann mal weg.


Um 3 Uhr morgens hieß es für uns Aufstehen und Abfahrt Richtung Frankfurter Flughafen. Im Rucksack nur Kleidung, Ersatzschuhe und Schlafsack. Von Frankfurt aus ging es dann mit dem Flugzeug nach Paris zum Flughafen Charles de Gaulle. Begrüßt wurden wir dort von strömendem Regen. Keine guten Aussichten, um pro Tag 25 km zu laufen. Aber wir waren ja nur hier zum „Umsteigen”. Unser nächster Flug startete am Flughafen Orly, am anderen Ende von Paris. Trotz einiger Probleme (eigentlich geplante Zugfahrt fand nicht statt, da Züge in Paris ausfielen; Orientierungslosigkeit im riesigen Flughafengebäude und Stau in ganz Paris) kamen wir per Bus dennoch überpünktlich am Flughafen Orly an und saßen schon bald im nächsten Flieger Richtung Biarritz.


Während diesem Flug machten wir auch schon Bekanntschaft mit einigen anderen Pilgern, die man daran erkennen konnte, dass sie als einziges Gepäckstück einen großen Rucksack bei sich trugen, manche stellten auch stolz die bekannte Jakobsmuschel zur Schau. Mit einer Mitpilgerin teilten wir uns dann auch die einstündige Taxifahrt von Biarritz zu unserem eigentlichen Ziel- bzw. Startort Saint-Jean-Pied-de-Port.


Saint-Jean-Pied-de-Port ist ein kleiner Ort im Süden Frankreichs am Fuß der Pyrenäen.

Die meisten der Pilgerwege, die aus Frankreich kommen, münden in diesem Ort und verlaufen ab hier als ein Weg, der Camino Francés, welchen auch wir ab morgen beschreiten werden, wie es viele andere Pilger schon getan haben, die hier durch das „La Porte Saint-Jacques”. Dieses Tor befindet sich in der Mauer einer Zitadelle, die über dem Dorf auf einem kleinen Berg thront.


Da dies der Startort unseres Jakobswegs ist, haben wir uns auch direkt unseren ersten Stempel für den Pilgerausweis, eine eigene Jakobsmuschel und einige Ratschläge zur morgigen Reise über die Pyrenäen geholt. Zum Schluss besuchten wir noch einen Gottesdienst, in dem uns und einigen anderen Pilgern der Pilgersegen verliehen wurde.

Da dieser Gottesdienst natürlich auf Französisch war, habe ich leider bis auf „Amen” recht wenig verstanden. Daran werde ich mich aber wohl gewöhnen müssen, wenn es in den nächsten Tagen in Spanien weitergeht.

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