Jakobsweg 2019

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2. Mai 2019

Tag 31 - 30. Etappe

27 km von Palas de Rei nach Arzúa.


Nachdem wir schon eine Weile gelaufen waren, kam Bernard aus einer Bar am Wegesrand zu uns gestoßen. Er erzählte uns, dass er heute morgen schon früh losgelaufen war, weil er auch dank schnarchender Pilger nicht mehr schlafen konnte. Im Dunkeln sei er einer Pilgerin gefolgt, die vor ihm lief, bis sie zu einer Kreuzung kamen, an der keine gelben Pfeile mehr zu sehen waren. Er war der Pilgerin hinterhergelaufen, weil er dachte sie wüsste den Weg, und war dabei vom Weg abgekommen, weshalb er jetzt die Strecke wieder zurücklaufen musste, um wieder auf den Camino zu gelangen. Daraufhin meinte mein Vater, dass er eine extra Urkunde für „meiste Umwege” erhalten sollte.


Während wir in einer Bar Pause machten, liefen der Schnarcher und das amerikanische Pilgerpaar vom „Cruz de Ferro” an uns vorbei. Bernard machte sich schon wieder auf den Weg, während wir noch frühstückten, weshalb wir danach wieder alleine weiterliefen.


In Arzúa angekommen, wollten wir wieder ein Doppelzimmer in einer Pension nehmen. An der Rezeption saß ein Mann, der uns bat einen Augenblick zu warten. Einen Augenblick später kam eine fein angezogene Frau von draußen herein und setzte sich an die Rezeption, der Mann verschwand nach draußen. Die Frau meinte, dass in der Pension kein Doppelzimmer mehr frei sei, aber wir sollten mal in dem Hotel zwei Häuser weiter nachfragen. Also gingen wir rüber in das Hotel, in dem jetzt auf einmal der Mann von gerade eben an der Rezeption saß. Hotel, Herberge und Pension schienen anscheinend zusammenzugehören und die Empangsleute schienen fliegend zu wechseln.

So erhielten wir also ein Doppelzimmer im Hotel, erneut für 80€, aber dieses mal war das große Zimmer mit Bad den Preis auch mehr wert, als das kleine, enge Zimmer in León, und Frühstück war inklusive.


Noch 39 km bis Santiago de Compostela.

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