Jakobsweg 2019

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26. April 2019

Tag 25 - 24. Etappe

32 km von Molinaseca nach Villafranca del Bierzo.


Heute ging es zu Beginn der Etappe nach Ponferrada, wieder eine größere Stadt. Hier trafen wir den Pilger aus Südafrika wieder, den wir in San Martín del Camino kennengelernt hatten, und legten eine Frühstückspause ein. Kurz nachdem wir weitergegangen waren, kamen wir an einer Mauer vorbei, auf die ein Graffiti zum Spiel „Castle Crashers” gemalt worden war.

Dieses war anscheinend passend zu der riesigen Templerfestung gemalt worden, die wir ein paar Schritte weiter erblickten.

Natürlich durfte auch eine Templerstatue nicht fehlen.

Laut der Hostelbesitzerin von gestern abend, sollte es nur nach Ponferrada bergauf gehen und danach sollte der Weg ganz flach und eben verlaufen. Pustekuchen. Natürlich verlief der Weg über viele Hügel und kleinere Berge. Aber immerhin kam man immer wieder durch Dörfer oder Städte, sodass man kurze Pausen einlegen konnte.


Gegen Ende der Etappe verschwanden diese Dörfer allerdings und der Weg führte durch Weinberge und Felder. Hier sah man rechts und links schon einige Winzer an den Pflanzen arbeiten. Deshalb erwartete ich immer, wenn ich eine Hügelkuppe erklommen hatte, dahinter die Stadt Villafranca del Bierzo, unseren Zielort, zu erblicken. Aber es gab immer nur mehr Weinberge.


Irgendwann sah man auf der nächsten Hügelkuppe zwei Häuser stehen und oben angekommen wurde man mit einem „Willkommen in Villafranca”-Graffiti auf der einen Hauswand begrüßt. Dahinter gab es aber nichts, von dem man willkommen geheißen werden konnte. Man sah nur einige einzelne Häuser, die weit entfernt voneinander auf verschiedenen Hügeln standen. Ein Blick aufs Handy zeigte uns, dass wir noch ca. 2 km zu laufen hatten. Nachdem wir uns also zu früh gefreut hatten, ging es weiter über die Hügel.


Irgendwann tauchte dann tatsächlich doch die eigentliche Stadt Villafranca auf, die man natürlich erst wieder sah, wenn man schon fast drin stand. Nach einer kurzen Strecke vorbei an alten Kirchen und einer weiteren Burg, erhielten wir dann in unserem Wunschhostel ein großes, schönes Zimmer unter dem Dach, das eigentlich für vier Personen gedacht war. Abends gab es auch noch etwas Leckeres von der Besitzerin zu essen, sodass sich das ewige Auf und Ab doch noch gelohnt hatte.

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