24. April 2019
Tag 23 - 22. Etappe
16 km von Murias de Rechivaldo nach Rabanal del Camino.
Heute morgen waren es 2 °C und als wir nach einem guten Frühstück losgingen, hatte es schon angefangen zu schneien, weshalb wir wieder in Regenponchos und Gamaschen unterwegs waren.
Da wir gestern die Etappe ein wenig verlängert hatten, wollten wir an die heutige Etappe ebenfalls noch ein paar zusätzliche Kilometer dranhängen, um die für morgen geplante Etappe von 33 km ein wenig zu kürzen. Ein Blick in unsere Jakobsweg-App zeigte allerdings, dass es in den beiden Orten nach Rabanal del Camino keine Herbergen gab und die nächste Herberge erst 17 km weiter lag. Also heute doch nur eine kürzere Etappe von 16 km bis nach Rabanal del Camino.
Da die Strecke kürzer war, waren wir schon ziemlich früh, um Viertel vor 12 in unserem Zielort angekommen. Leider hatte ich mir eine Blase am kleinen Zeh gelaufen, weshalb ich ganz froh war, dass die heutige Etappe etwas kürzer war. Etwas verwundert waren wir, dass viele Pilger noch weiter liefen, in den nächsten Ort, Foncebadón, in dem es laut unserer App keine Herbergen gab. Ein erneuter Blick in unsere App zeigte aber, dass es in Foncebadón sogar ziemlich viele Herbergen gab, die uns aber vorher anscheinend aufgrund eines Fehlers nicht angezeigt wurden. Wir ärgerten uns zwar ein bisschen, aber so hatten wir wenigstens etwas mehr Zeit als sonst, um uns zu erholen und meine Blase zu behandeln.
Abends aßen wir in der Herberge, wieder das klassische Pilgermenü. Wir lernten eine Pilgerin aus Australien und eine von den Färöer Inseln kennen, eine kleine Inselgruppe, die zwischen Island und Norwegen im Nordatlantik liegt und von der ich vorher noch nie gehört hatte.
Später trat noch ein Pilger aus den USA ein, den wir schon in der „Casa Paderborn” in Pamplona kennengelernt, seitdem aber nicht mehr wiedergesehen hatten. Wir unterhielten uns mit ihm und blieben noch lange dort sitzen, obwohl wir schon längst fertiggegessen hatten.
Gegen 21:00 Uhr gingen wir dann aber auf unser Zimmer, um uns auf die lange Etappe morgen vorzubereiten.