23. April 2019
Tag 22 - 21. Etappe
31 km von San Martín del Camino nach Murias de Rechivaldo.
Heute morgen sind wir wieder ein wenig länger liegen geblieben, um die anderen nicht zu wecken. Um 7:00 Uhr stand dann unser gesamter Raum geschlossen auf und die meisten machten sich auch direkt auf den Weg. Wir konnten allerdings nicht dem Frühstücksbuffet für 5€ pro Person widerstehen, in dem auch Müsli enthalten war. Als wir fertig gegessen hatten, war es schon 8:00 Uhr und es stellte sich heraus, dass das Frühstück keine gute Idee gewesen war. Es hatte zwar gut geschmeckt und wir hatten uns mal richtig satt gegessen, aber jetzt hatte ich wenig Lust loszugehen. Vor allem weil wir heute wieder eine längere Etappe geplant hatten.
Nach unserem Guide wäre die heutige Etappe „nur” ca. 23 km lang, bis nach Astorga. Da wir allerdings wenig Interesse hatten, wieder in einer großen Stadt lange nach Herbergen oder Hostels zu suchen, an denen dann niemand aufmachte, wie in Logroño oder León, hatten wir uns schon vorher entschieden, noch 4 km bis zum nächsten kleineren Ort, Murias de Rechivaldo, dranzuhängen. Wir erhofften uns dadurch auch, die nach Guide längste geplante Etappe in zwei Tagen ein wenig kürzen zu können.
Also machten wir uns dann doch um kurz nach 8:00 Uhr auf den Weg. Heute war wieder viel Regen angekündigt, wovon aber im Moment noch nicht viel zu sehen war. Dafür war es aber ziemlich kalt, da wieder kalte Winde wehten.
Vor Astorga kam dann doch zweimal etwas runter, es war aber eher Hagel und hielt nicht lange an. In Astorga angekommen, fing es dann richtig stark an zu Hageln, gerade als wir uns in eine Pizzeria zum Mittagessen gesetzt hatten. Der Platz vor der Pizzeria, der vorher von Menschen überfüllt war, war innerhalb von Sekunden wie leer gefegt.
Als ich meine Pizza aufgegessen hatte, hatte der Hagel auch aufgehört, die Sonne schien wieder und so machten wir uns auf die letzten 4 km nach Murias de Rechivaldo. Kurz nachdem wir losgegangen waren, fing es wieder stark an zu regnen, aber wenigstens kein Hagel.
In Murias de Rechivaldo angekommen, begaben wir uns dann zu unserer ausgesuchten „Albergue Casa Rural Las Águedas”. Dort angekommen erhielten wir auch unser gewünschtes Doppelzimmer, da ansonsten anscheinend generell nicht viele andere Pilger da waren. Die Herberge war sehr schön und rustikal, während unser Zimmer trotzdem auch sehr modern war.
Abends wurde „extra” für uns beide gekocht, da wir die einzigen beiden Pilger waren, die das Abendessen gebucht hatten.

Die einzigen beiden anderen Pilgerinnen aus Italien hatten selbst für ihre Verpflegung gesorgt. Danach ging es schnell ins Bett, da wir von der längeren Etappe doch sehr erschöpft waren.