6. April 2019
Tag 5 - 4. Etappe
24 km von Pamplona nach Puente la Reina.
Zum Frühstück gab es wieder, typisch spanisch, Toast mit Butter und Marmelade. Eine der „Hospitaleros” erklärte uns, dass die meisten Spanier morgens nichts frühstücken würden und wenn, dann eben nur Toast oder ein Gebäckstück mit Marmelade und, wenn man Glück hat, vielleicht Käse.
Nachdem wir beim Frühstück auch wieder nett mit den anderen deutschen Pilgern geredet hatten, brachen alle nach und nach auf. Einige blieben aber auch schon in Pamplona, entweder um sich auszuruhen oder um die Stadt zu besichtigen.
Die heutige Etappe war ziemlich eben, mit nur einem Berg ungefähr auf der Hälfte der Strecke. Nach ein paar Stunden trafen wir Linda wieder, die die „Casa Paderborn” schon vor uns verlassen hatte, die aber jetzt ungefähr in unserem Tempo lief, weil sie in den letzten Tagen zu schnell gelaufen war. Wir liefen gemeinsam weiter und trafen auch auf eine Pilgerin aus Berlin, die wir am letzten Abend kennengelernt hatten, und die sich jetzt einen Hügel hochmühte, da ihre Knie schon sehr stark schmerzten.
Eine Weile später, wir liefen mittlerweile wieder nur zu zweit, erreichten wir den angekündigten Berg „Alto del Perdón” (deutsch: Berg der Läuterung). Der Anstieg war zwar anstrengend, aber oben wurde man mit einer super Aussicht und einigen „Bauwerken” belohnt.




Der Abstieg vom Berg war wieder ein langer Weg über viele runde, lose Steine. Zum Glück waren diese aber nicht nass, da es den ganzen Tag noch keinen Tropfen geregnet hatte. Es war auch vergleichsweise warm, weil die Sonne stark am wolkenlosen Himmel schien, allerdings bliesen kalte Winde, was die gefühlte Temperatur wieder senkte.
Kurz nachdem wir den Fuß des Berges verlassen hatten, zogen aus eben dieser Richtung dunkle Regenwolken auf, die uns langsam hinterher krochen. Als wir in Puente la Reina angekommen waren, entschieden wir uns, direkt die erste Herberge zu nehmen, da diese gut bewertet war und die Regenwolken schon nah an uns herangekommen waren. Wir stellten uns an der Rezeption unter und kurz danach fing es auch schon an zu schütten.
Puente la Reina war wieder eine kleinere Stadt mit nur zwei kleinen „Supermercados”, dafür aber drei Kirchen und einem großen, sehr schönen Bild einer Katze auf einer Hauswand.

Der Ort verdankt seinen Namen (deutsch: Brücke der Königin) der Brücke, die hier über den Fluss Arga verläuft. Diese wurde von der Königin der Region Navarra erbaut, um den Pilgern die Überquerung des Flusses zu vereinfachen.
Zum Abendessen gab es für 14€ ein Buffet, bei dem wir uns mal richtig satt essen konnten und bei dem wir mit der vorher erwähnten Pilgerin aus Berlin und ihrer Bekannten, ebenfalls aus Berlin, an einem Tisch saßen. Nachdem wir uns satt gegessen hatten, gingen wir zügig ins Bett, um für die nächste Etappe gut ausgeschlafen zu sein.